Tiere, die man mit etwas Glück sehen und hören kann
- Damhirsch (Dama dama)
Ein Wiederkäuer aus der Familie der Hirsche. Er ähnelt in vieler Hinsicht dem Rothirsch, ist jedoch anspruchsloser und weniger scheu. Deshalb lässt er sich leicht zähmen und lebt in vielen Wildparks, wo man ihm ganz nah kommen kann.
Im Sommer ist das Fell des Damhirsches rötlich-braun mit weißen Flecken auf dem Rücken, hellem Bauch und Beinen sowie einem dunklen Rückenstreifen. Es gibt auch braune, schwarze und weiße Varianten. Im Winter sind die Tiere graubraun ohne Flecken. Schulterhöhe: 75–100 cm; Schwanz: 15–20 cm. Hirsche wiegen 60–100 kg, Hirschkühe (Damen) 35–50 kg. Lebenserwartung bis zu 16 Jahre.
Nur die Hirsche tragen ein Geweih, das breit und schaufelartig ist. Damhirsche ernähren sich im Sommer hauptsächlich von Gras und Laub, im Winter von Nüssen, Beeren und Rinde.
- Zwergziege „Streichelziege“ (Capra hircus domestica)
Die Zwergziege stammt von der Bezoarziege ab, dem Vorfahren von über 400 Ziegenrassen. Die afrikanische Zwergziege ist die kleinste. Die Bezoarziege wurde vor 8.000–9.000 Jahren im Nahen Osten und in der Türkei domestiziert.
Sie wird auch „die Kuh des armen Mannes“ genannt, da sie anspruchslos ist und mit energiearmer Nahrung auskommt. Milch, Fleisch und Fell haben sie in vielen Ländern zu einem beliebten Haustier gemacht. Besonders verbreitet im Nahen Osten und in Afrika, aber auch weltweit gehalten. Nicht gefährdet. Böcke: 30–45 kg; Geißen: 20–25 kg. Höhe: ca. 64 cm.
- Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)
Auch „Rotes Eichhörnchen“ genannt, ein Nagetier mit einer Körperlänge von etwa 22 cm. Der buschige Schwanz ist ca. 17 cm lang.
In Dänemark häufig anzutreffen – in roter, brauner oder schwarzer Farbvariante.
- Fledermaus (Chiroptera)
Eine Ordnung kleiner fliegender Säugetiere. Das einzige Säugetier, das aktiv fliegen kann. Fledermäuse hängen kopfüber an senkrechten Flächen oder Ästen. Sie sind nachtaktiv und orientieren sich mit dem Sehsinn oder per Echoortung.
Fledermäuse bringen nur ein Junges pro Jahr zur Welt. Jede Nacht fressen sie 2.000–3.000 Insekten. In diesem Wildpark kann man sie nach Einbruch der Dunkelheit sehen und hören.
- Dachs (Meles meles)
Ein kräftig gebautes Raubtier aus der Familie der Marder, in ganz Europa verbreitet. Bis zur Rückkehr des Wolfs war der Dachs das größte Landraubtier Dänemarks. Besonders zahlreich in Ostjütland. Erkennbar an dem weißen Streifen über dem Kopf und seiner stämmigen Gestalt. Hält keinen Winterschlaf, kann jedoch mehrere Tage am Stück schlafen.
Körperlänge: 60–70 cm plus 15–20 cm Schwanz. Gewicht bis 20 kg. Der Dachs ist geschützt. Nahrung: Beeren, kleine Tiere, bevorzugt Regenwürmer und Maulwürfe.
- Turmfalke (Falco tinnunculus)
Lebt auf Wiesen, Heiden, Flughäfen und offenen Flächen mit Nistplätzen und reichem Nahrungsangebot. Ernährt sich von Nagetieren, Sperlingsvögeln und Insekten. Rüttelt oft in 8–40 m Höhe. Baut kein eigenes Nest, nutzt Baumhöhlen, Nistkästen oder alte Krähenhorste.
Länge: 30–35 cm; Spannweite: 70–75 cm. Schmale Flügel, langer Schwanz. Unterseite hell mit dunklen Flecken, Körper hellbraun bis gelblich. Männchen: blaugrauer Schwanz mit schwarzem Endband. Weibchen: brauner Schwanz mit Querbändern.
Im Hadsund-Tierpark gibt es einen Nistkasten für ein Turmfalkenpaar.
- Stockente (Anas platyrhynchos)
Eine Schwimmente und die häufigste Ente Dänemarks. Lebt in Feuchtgebieten und oft in Schwärmen. Nahrung: Wasserpflanzen und Kleintiere.
Männchen im Prachtkleid (Oktober–Mai): grauer Körper, grüner Kopf, weißer Halsring, braune Brust. Weibchen: braunes Tarngefieder.
Lebenserwartung: 5–10 Jahre. Gewicht: 0,7–1,6 kg. Gelege: 8–13 Küken. Spannweite: 81–98 cm.
- Waldkauz (Strix aluco)
Eine mittelgroße Eule mit schwarzen Augen. Gefieder grau bis rotbraun. Länge: 37–39 cm; Spannweite: 94–104 cm. Männchen 330–440 g, Weibchen 420–590 g.
Bekannt für seinen klagenden Ruf zur Revierverteidigung. Nutzt auch einen „ki-vik“-Laut zur Kontaktaufnahme oder bei Revierstreitigkeiten.
Nachaktiv, jagt vor allem Mäuse, aber auch andere Nager, Maulwürfe, Igel, Eichhörnchen, Hermeline, Würmer, Insekten und kleine Vögel. Brutbeginn sehr früh, teils schon Ende Februar. Gelege: 2–6 Eier. Brutdauer: ca. 30 Tage.
Der Waldkauz ist die häufigste Eule in Dänemark. Im Hadsund-Tierpark gibt es zwei Nistkästen für Waldkäuze.
- Igel (Erinaceus europaeus)
Ein Säugetier, das in Dänemark und Westeuropa vorkommt. Lebt oft in kleinen Wäldern oder Gärten, nachtaktiv. Erkennbar an den Stacheln auf dem Rücken. Hält Winterschlaf.
Länge: 23–30 cm; Gewicht: 800–1.000 g. Stacheln: 20–30 mm lang, 1 mm dick. Erwachsene Tiere tragen bis zu 7.000 Stacheln. Neugeborene haben etwa 90 weiche Stacheln.
- Sikahirsch (Cervus nippon)
Ursprünglich aus Asien. Wechselt Fellfarbe im Sommer und Winter. Dichtes Winterfell ab September/Oktober, Fellwechsel im Mai/Juni. Männchen im Winter dunkelgrau bis schwarz mit Mähne, Weibchen grauer. Sommerfell rötlich-braun mit weißen Flecken.
Körperlänge: 125–145 cm; Schulterhöhe: 79–81 cm; Gewicht: 27–55 kg – etwas kleiner als Damhirsche. Geweih von August/September bis April/Mai.
Ernährt sich ausschließlich von Pflanzen: Gräser, Kräuter, Triebe, Knospen, Rinde, Pilze, Eicheln, Bucheckern.
- Grünspecht (Picus viridis)
Bleibt das ganze Jahr im selben Gebiet. In Dänemark besonders in Jütland. Im Hadsund-Tierpark gibt es zwei Brutpaare, die schwer zu sehen sind. Lebt in offenem Gelände und Wäldern. Erkennbar an grün-gelbem Gefieder.
Spannweite: 40–42 cm; Länge: 32 cm; Gewicht: 180–220 g. Lebenserwartung: bis 15 Jahre. Gelege: 5–7 Eier. Brutdauer: 17–19 Tage.
- Rotfuchs (Vulpes vulpes)
Sieht aus wie ein kleiner Hund mit spitzer Schnauze und rotbraunem Fell. Typisch ist der lange buschige Schwanz mit weißer Spitze.
Der Fuchs hat sich dem städtischen Lebensraum perfekt angepasst: reichlich Nahrung, keine Jagd. Außerhalb der Städte lebt er meist in Kulturlandschaften mit Feldern und Wäldern. Nahrung: Kleinnager, Vögel, Insekten, Früchte und Beeren. Baut auch hier im Tierpark seine Baue.